Reinheitslösungen im Vergleich

Reinheitslösungen im Vergleich

Unterschiedliche Kundenanforderungen verlangen nach unterschiedlichen Reinheitslösungen. Im Folgenden werden daher die wichtigsten Lösungen in der Reinraumtechnik vorgestellt.

Reinheitslösungen im Vergleich

Konventioneller Reinraum

In der Regel gibt es heutzutage konventionelle Reinräume in den unterschiedlichsten Reinheitsklassen. In der Pharmazie und Halbleiterindustrie werden insbesondere herkömmliche Reinräume eingesetzt, da hier sehr enge Klimatoleranzen neben der Partikelfreiheit für die Fertigung der Produkte zwingend erforderlich sind. Daher fallen die Kosten für diese Art von Reinräumen entsprechend hoch aus. 

In Fertigungsbereichen, in denen die Klimabedingungen keine übergeordnete Rolle spielen, werden diese hochwertigen Reinräume jedoch nach wie vor eingesetzt. Auch wenn hierbei die Klimabedingungen nicht mehr den dominanten Kostentreiber darstellen, müssen anstelle dessen die Produkte und entsprechende Produktionsprozesse präzise untersucht werden, um überhöhte Produktionskosten zu vermeiden. Wichtig ist dabei vor allem, diejenigen Stellen in der Fertigung zu identifizieren, an welchen kritische bzw. weniger kritische Prozesse ablaufen, um die Fertigungsumgebung auf jene Prozesse abstimmen zu können.

Modulares Reinraumsystem

Für kleine und mittlere Unternehmen, die empfindliche Produkte unter Reinraumbedingungen herstellen, ist vor allem das modulare Reinraumsystem als Reinheitslösung geeignet. Im speziellen Fall einer technischen Lösung besteht das System aus einem Aluminiumprofilsystem mit flexibel gestaltbaren Flächenelementen und kann dadurch individuell anhand der Kundenbedingungen geplant und installiert werden.

Darüber hinaus kann das Prozessequipment auf unterschiedliche Art und Weise eingebracht werden. So kann dieses beispielsweise komplett im Reinraum stehen oder als sog. Drucksteckvariante eingepasst werden. Letztere Variante ermöglicht lediglich die Materialein-und -ausgabe im Reinraum, wobei sich der Rest der Ausstattung außerhalb befindet. Auf Wunsch können zudem Arbeitsflächen, Regale, Nassarbeitsstationen, separat gekapselte Inspektionsarbeitsplätze, sowie Personen- und Materialschleusen in das Reinraumsystem integriert werden. Zusätzlich kann das modulare System bei einer Expansion der Fertigungsfläche ebenfalls ausgedehnt werden und somit der neuen Arbeitsfläche entsprechend angepasst werden.

Ein weiterer Vorteil der modularen Reinheitslösung ist, dass beim Aufbau in der Regel keine Verbindungen zur Gebäudesubstanz eingegangen werden, wodurch dieser jederzeit demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann. Des Weiteren sorgen entsprechende Schnittstellen im System dafür, dass für die Reinheit benötigte zusätzliche Lüfter-Filter-Module mit geringstem Aufwand eingebaut werden können.

Reine Arbeitszonen

Das Aufbauprinzip modularer Reinräume lässt sich auch für kleinere Module wie reine Arbeitsbänke, einzelne Kabinen und Minienvironments einsetzen. Da Einzelmodule einfach miteinander verbunden werden können, können komplexe Fertigungsbereiche je nach Kundenanforderung nach und nach aus einfachen Modulen heraus gestaltet werden. Ein einmal eingesetzter Typ von Aluminiumprofilen sollte dabei allerdings durchgängig eingesetzt werden, damit keine Schnittstellenprobleme zwischen den Modulen auftreten können.

Reine Arbeitszonen zeichnen sich insbesondere durch die konsequente Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Platzes am vorgesehenen Standort aus. Die Nutzung reiner Arbeitszonen kann zusätzlich zu einer lokalen Verbesserung der Reinheisklasse der Arbeitsumgebung führen, da durch die Luftumwälzung die Raumluft gefiltert wird und dadurch außerhalb der Arbeitsflächen eine Zone höherer Reinheit entstehen kann.

Mit zunehmendem Einsatz kleiner Arbeitszonen und der Verbindung einzelner Module ist letztendlich der Übergang zwischen reinen Arbeitszonen hin zu modularen Reinraumsystemen fließend.

Für weitere Informationen zumThema modulare Reinraumlösungen können Sie hier unser Whitepaper finden:

 Zum Whitepaper

Topics: Produktinformationen