Denkfehler 13: Welche „Reinraumklasse“ hat denn die FFU?

Denkfehler 13: Welche „Reinraumklasse“ hat denn die FFU?

Reinraum Denkfehler 13

Oftmals bekommen wir die Anfrage, ob man ein Lüfter-Filter-Modul FFU für die Klasse ISO5 liefern kann. Solch eine Anfrage kann man nicht beantworten, da man keinerlei Randparameter in der jeweiligen Einsatzsituation kennt.

Wie oben bereits beschrieben, hängt das Ergebnis einerseits von den Eingangsparametern (Partikelkonzentration in der Umgebung) und andererseits von dem zu betrachtenden rein zu haltenden Volumen ab. Unabhängig von der Filterklasse wird jedes Filterelement bei einer sehr hohen Ausgangskonzentration an Partikeln in der Rohluft, auch eine entsprechende Anzahl von Partikeln auf Grund des prozentualen Abscheidegrades hindurchlassen.

Wegen der in einem Reinraum oder einem lokalen Environment ständig generierten Partikel (siehe oben) ist der Luftwechsel in dem zu betrachtenden Volumen mitentscheidend für die Erreichung einer definierten Reinheitsklasse. Dies beruht auf dem Verdünnungseffekt, der die Partikelkonzentration beeinflusst. Ein hoher Volumenstrom (z.B. durch mehrere Lüfter-Filter-Module FFU oder eine sehr hohe Filterabströmgeschwindigkeit) erzeugt einen hohen Luftwechsel und damit eine hohe Verdünnung der Partikelkonzentration und somit eine höhere Reinheit, als ein geringerer Volumenstrom.

Doch Vorsicht: ein hoher Volumenstrom ist nicht in jedem Fall die Lösung aller Probleme. Neue, durch den hohen Volumenstrom erzeugte Effekte, können völlig andersgeartete Probleme und Fragestellungen aufwerfen.

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Topics: Denkfehler der Reinraumtechnik